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Ausgabe 2006/02
März/April

Ins Netz gegangen

 

NOTENFUNDGRUBE IM INTERNET
Die Choir Public Domain Library

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In den letzten Monaten kam sie nicht so richtig aus den Schlagzeilen: die Internet-enzyklopädie wikipedia®. Die Meldungen drehten sich um verleumderische oder sachlich völlig falsche Artikel, um urheberrechtlich problematische Beiträge oder eine einstweilige Verfügung, die eine Verlinkung auf die deutschsprachige Ausgabe der freien Enzyklopädie untersagte. Wikipedias® Stärke, dass jeder Interessierte jeden Artikel ändern oder neu einstellen kann, hatte sich bereits drei Jahre zuvor eine weitere Public Domain Library zu eigen gemacht: die Choral Public Domain Library. Seit 1998 kann jeder Chormusik-begeisterte unter www.cpdl.org seine selbstgeschriebenen Partituren als pdf-, Finale-, Sibelius- oder Bild (GIF-)Datei sowie als Midi-File einstellen. So entstand eine
der größten Materialseiten für Chormusik, die für alle zugänglich ist und auf der alle
Noten kostenlos herunter geladen werden können. Die Palette der zum Zeitpunkt der
Besprechung 7.553 Partituren reicht von Stücken aus dem Repertoire des Ambrosianischen Gesangs und des Gregorianischen Chorals bis hin zu Stücken zeitgenössischer Komponisten. Zu den 1.068 Komponisten findet man einen Lebenslauf, teils mit Bild und externem Link auf eine ausführliche Biographie oder ein Werkver-zeichnis.
Als Suchkriterium kann man zwischen Epoche, Komponist (Name oder Nationalität),
Textanfang oder geistlicher und weltlicher Musik wählen. Auch wenn einige Links auf die gewählte Partitur inzwischen schon wieder tot sind und wie immer bei Musikbibliotheken dieser Art (cf. Musica sacra 4/2005, S. 42) die Textqualität der Partituren zu hinterfragen
ist, stellt die Choir Public Domain Library eine Fundgrube für Chorliteratur dar, in der
man gut stöbern und interessantes Neues entdecken kann.
(Stand: 1. Februar 2006)

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DAS DIGITALE MUSIKALISCHE „SCHWARZE BRETT“
Einspringer der Chor & Orchesterzentrale

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nichts ist ärgerlicher und nervenaufreibender, als wenn unmittelbar vor einem Konzert die Solistin krank wird oder der Stimmführer der ohnehin nicht so zahlreichen Tenöre im Chor. Hier bietet die Chor & Orchesterzentrale Hilfe an. Auf ihren Seiten www.chor-und-orchesterzentrale.com stehen professionelle und studentische Einspringer bzw. Aushilfen, von ausgebildeten Sängern, Instrumentalisten und Dirigenten im Festengagement, Freiberufler sowie Studenten zur Eilvermittlung in dringenden Fällen zur Verfügung.
Mit umfangreichen Suchfunktionen bei Sänger von der Postleitzahl über das Stimmfach
bis hin zum musizierten Werk, darunter auch Chorsoli und kleine Partien, bei Orchestermusiker nach Instrument und Orchester-Erfahrung sortiert, wird man schnell und leicht fündig. Auch wenn der Dienst noch relativ neu ist, findet sich für Kirchenmusiker eine große Auswahl im Bereich von Oratorien und anderer geistlicher Chormusik. Erweitert wird das Angebot in Kürze noch durch die Rubrik „Noten- und Instrumenten-börse“, bei der Nutzer die Möglichkeit erhalten sollen, Instrumente etc. anzubieten bzw. zu verkaufen. erhalten, Instrumente etc. anzubieten bzw. zu verkaufen. Bei „Bed und
Breakfast“ können registrierte Mitglieder, die bisher aus Deutschland, Österreich,
Schweiz, Frankreich und den Niederlanden kommen, sich gegenseitig Privatunterkünfte
für Ihre auswärtigen Verpflichtungen anbieten.
Die Registrierung ist für die Künstler oder Veranstalter (darunter läuft man dann als suchender Kirchenmusiker) kostenlos. Kosten entstehen erst bei einer erfolgreichen Vermittlung. Mit Vertragsabschluss erhält die Chor- und Orchesterzentrale sowohl vom
vermittelten Künstler, als auch vom Konzertveranstalter jeweils eine Provision von 10 %
der vereinbarten Gage, mindestens jedoch 10 Euro pro Vertragspartei. Bei Engagements,
welche die Dauer von einem Monat überschreiten, ermäßigt sich die Vermittlungsgebühr
auf insgesamt 10% der Gage. Es bleibt den beiden Partein überlassen, wie sie diese
aufteilen. Geplante Aufstockungen werden von der Vermittlungszentrale auf Wunsch
für eine Gesamtgebühr von insgesamt 10% der Gage auch ganz übernommen.
(Stand: 1. Februar 2006)

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Herausgegeben vom Allgemeinen Cäcilien-Verband für Deutschland - Webmaster: Oswald Freudenreich
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