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Ins Netz gegangen
DIGITALER VERANSTALTUNGSKALENDER UND DIGITALE VISITENKARTE
Das ausgeklügelte Datenbanksystem von www.kirchmusik.de
Eine enorme Vielfalt kenn- zeichnet die kirchen- musikalische
Szene, so dass selbst Kennerinnen und Kennern die Orientierung
schwer fällt. Diesen blühenden Teil der Kultur- landschaft
einem möglichst
breiten Publikum zu erschließen und so über die kirchen-
musikalische Szene im ganzen
deutschen Sprachraum zu informieren, hat sich das Datenbanksystem
www.kirchmusik.de
zur Aufgabe gemacht, das bei deutlich
steigender Tendenz mehr als 6.000 Zugriffe wöchentlich verzeichnet.
Zu Beginn dieses Jahres ist neben www.kirchmusik.de im
Auftrag der Diözese Rottenburg-Stuttgart noch die Datenbank
www.kirchkunst.de
getreten. Beide Datenbanken greifen auf dieselben Grunddaten zurück.
In diesem Zusammenhang wurde die Kirchenmusik-Datenbank funktional
und optisch überarbeitet, was sehr ansprechend gelungen ist.
Begonnen hat das Projekt 1998 mit dem im Reinsburg Verlag erschienenen
Buch
Kirchenmusik. Führer durch die kirchenmusikalischen Veranstaltungen
in Baden-
Württemberg. Sehr schnell erwies sich dieses Medium jedoch
als ungeeignet für die Flut an Veranstaltungsdaten. Dieser
Umstand traf auf den Wunsch des Verlagsbüros Wais &
Partner in Stuttgart, erste Erfahrungen mit einer Internet-Datenbank
zu sammeln. Heraus kam also dieses Non-Profit-Projekt, das dadurch
„existieren“ kann, dass das Verlagsbüro eine
Datenbank zur Verfügung stellt und versucht, sie ständig
zu verbessern, die Rubriken „Nachrichten“ und „Rezensionen“
redigiert, während die Kirchenmusiker und -musikerinnen,
die aufgefordert sind, ihre Spielstätten, ihre Ensembles
und vor allem ihre Veranstaltungen hier einzutragen, selber für
die Einträge verantwortlich sind. Eigentlich müsste
man davon ausgehen, dass dieses Prinzip auch funktioniert, sollte
doch den eingetragenen Kirchenmusikern und Spielstätten selbst
viel an einer Aktualität liegen. Dennoch muss man immer wieder
feststellen, dass die Angaben zu den Stelleninhabern veraltet
sind oder die gesetzten Links zu den Spielstätten nicht mehr
existieren. Dabei wäre die Führung durch die einzelnen
Seiten bei einem Neueintrag oder einer Veränderung/Korrektur
sehr gut.
Menüpunkte und Suchfunktionen
Unter Termine öffnet sich ein Monats-Veranstaltungskalender,
bei dem sehr übersichtlich nach Ort und Datum Kirchenmusik
in Gottesdienst und Konzert aus der Datenbank von www.kirchmusik.de,
sowie Führungen zu sakraler Kunst und ihrem spirituellen
Gehalt aus www.kirchkunst.de zu finden sind. Sucht man
eine Veranstaltung nach inhaltlichen und nicht terminlichen Kriterien,
so kann man bei dem zweiten großen
Menükomplex nach Länder, Landkreisen, Orten und
sogar einzelnen Musikern suchen.
Hier sind alle eingetragenen Kantoren, Kirchenmusiker, Chorleiter
und Organisten mit
Verweis auf ihre Funktion und Spielstätte verzeichnet. Dieselbe
Suche ist auch in der
Kategorie Chöre / Ensembles möglich. Daneben
findet man erfreulicher Weise auch
eine eigene Datenbank für Orgelbauer.
Bei Nachrichten werden dem Nutzer „aktuelle Berichte
über wichtige Ereignisse:
Festivals, Uraufführungen, Projekte und Gastspiele“
versprochen. Leider beschränken
sich diese momentan (hoffentlich noch) leider fast ausschließlich
auf den baden- württembergischen Raum. Dafür sind diese
sehr umfangreich und aktuell.
Schnell und kritisch gesichtet werden sollen laut der Übersicht
neue Noten, Bücher und
CDs bei den Rezensionen. Hier finden sich derzeit zehn Rezensionen
(ein Buch, fünf
Noten und vier CDs), darunter auch eine vom August diesen Jahres
zu den Orgelnoten
Les Préludes für Orgel von Liszt, die bereits
1998 erschienen sind. Bei den Möglichkeiten dieses Mediums
verwundert das etwas. Die zehn Rezensionen stammen bis auf eine
Ausnahme alle von Rainer Goede. Diese sind jeweils fachlich sicherlich
nicht in Frage zu stellen, jedoch lässt diese Tatsache die
Rubrik nicht ausgewogen erscheinen. Darüber hinaus stellt
sich die Frage, ob eine solche Datenbank diese Besprechungen überhaupt
braucht.
Die Seite der Links scheint auf den ersten Blick mit
nur vier Einträgen etwas stiefmütterlich behandelt –
es sind der Carus-Verlag, eine Internationale Musikdatenbank,
der Bodensee-Musikversand und, was uns sehr freut, der Allgemeiner
Cäcilien-Verband für Deutschland aufgeführt –
bedenkt man jedoch, dass jeder Musiker, jeder Orgelbauer, jedes
Ensemble und jede Spielstädte die Möglichkeit hat, auf
Ihrer Seite bzw. bei Ihrem Termin einen Link zu Ihrer Homepage
zu setzen, erscheint die Datenbank zudem als überdimensionale
Linksammlung. Bleibt nur zu hoffen, dass noch mehr Musiker und
Chöre diese Datenbank für Ihre Termine und Vorstellungen
entdecken (und sie dann auf dem aktuellen Stand halten) und so
der digitale Konzertkalender bzw. die digitale Linksammlung weiter
wächst. (Stand: 29. Juli 2005)
ms
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