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Ausgabe 2001/05
September/Oktober

Gemeindliche Tagzeitenliturgie

„Morgenlob und Abendlob mit der Gemeinde feiern“

Band II: Advent – Weihnachtszeit
Dieses Buch, das von Liturgikern und Musikern erarbeitet worden ist, bietet zehn Modelle der gemeindlichen Tagzeitenliturgie für die Advents- und Weihnachtszeit. Ein umfangreiches Instrumentarium ermöglicht das Auswechseln einzelner Elemente (zum Beispiel für einfachere oder feierlichere Verhältnisse). Es gibt zwei Ausgaben die beide zur Feier benötigt werden:

a) das Dienstebuch, das alle Gemeinde-, Vorsänger-/beter-, Lesungs- und Scholateile enthält (DM 44,90), und

b) das kleinere Gemeindebuch, das nur die die Gemeinde treffenden Teile aufweist (DM 24,90).

Die Bücher sind zu beziehen über das Deutsche Liturgische Institut, Postfach 2628, 54216 Trier, Tel.: 0651/948 08-0, Fax: 0651/948 08-33.
Inhalt des Buches

Adventliches Morgenlob 1: Richtet euch auf und erhebt euer Haupt
Adventliches Morgenlob 2: Morgenstern der finstern Nacht
Adventliches Abendlob 1: Wenn Gott uns heimbringt
Adventliches Abendlob 2: Erwartet den Herrn
Abendgottesdienst Umkehr und Klage: Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt?
Abendgottesdienst in der Woche vor Weihnachten: O freu dich, Israel
Weihnachtliches Morgenlob: Wie die Sonne sich erhebt...
Weihnachtliches Abendlob: In ihm ist Gott erschienen
Abendlob zur Jahreswende: Dem Vergangenen Dank, dem Kommenden Ja
Abendlob zu Epiphanie: Mache dich auf, werde Licht

Instrumentarium
Gott läßt uns Lichter aufgehen

„Die vorliegenden Feiern werden von der Licht-Dunkel-Dramatik dieser Jahreszeit bestimmt. Es wird versucht, die emotionale Offenheit der Menschen wahr- und ernstzunehmen. Die Dunkelheit bietet die natürliche Folie, auf der die lichte Botschaft des Advent und der weihnachtlichen Feste richtig zum Leuchten kommt. So sollte beispielsweise in dem abendlichen Gottesdienst ‚Wo bleibst du, Trost der ganzen Welt‘ die große Klage der Gemeinde vor Gott im dunklen (also spärlich erleuchteten) Raum zu Wort kommen. Erst zum tröstenden Wort, das Gott der feiernden Gemeinde durch den Propheten in der Lesung zuspricht, entzündet man die Große Kerze im Altarraum. Ihr Licht inmitten des Dunkels verbreitet die warme Atmosphäre des Trostes und macht anschaulich, was im Kanon gesungen wird:
Gottes Wort ist wie Licht in der Nacht, es hat Hoffnung und Zukunft gebracht. Es gibt Trost, es gibt Halt in Bedrängnis, Not und Ängsten, ist wie ein Stern in der Dunkelheit.
Oder: Zum Zeichen der von Tag zu Tag sich steigernden Freude in den Vesper-Gottesdiensten vor Weihnachten (‚O freu dich, freu dich, Israel‘) wird jeden Abend zum Erklingen der O-Antiphon des Magnifikat eine weitere Ker-ze am siebenarmigen Leuchter entzündet: Mit der Freude wächst das Licht und mit dem Licht die Freude ... Erst die weihnachtlichen Feste (Weihnachten und Epiphanie) stehen im vollen Glanz des Lichtes: An Weihnachten als dem Fest der Wintersonnenwende läßt Gott in der tiefen Dunkelheit dieser Welt die ‚Sonne der Gerechtigkeit‘ aufgehen. Wie alle großen christlichen Feste sind Weihnachten und Epiphanie die glanzvollen Ouvertüren jener neuen Welt, die Gott uns allen als lichtvolle Zukunft bereitet.

In ihnen verkosten wir die schon begonnene Vollendung vorweg: ‚Wir sind noch nicht im Vaterhaus angelangt. Aber wir sehen schon die Lichter und hören die Musik.‘ (Ernesto Cardenal). Weil es mit dem Ganzen der Geschichte auf Gottes Welt im Licht hinausgeht, gilt für alle häuslichen und kirchlichen Feiern in der Weihnachtszeit: ‚Zündet die Kerzen an. Sie haben mehr Recht als alle Finsternis.‘ (Karl Rahner)“

Paul Ringseisen

Einige Noten- und Textbeispiele:

Ein Klagepsalm (H. M. Lonquich)

Lichtdank mit Ruf und Akklamation

Impulstexte nach einer Lesung

Psalm nach dem „Gotteslob“ – neu gruppiert und mit einer Psalmoration versehen

Ein neues Psalmtonmodell mit einer mehrstimmigen Antiphon

 
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© 2000 ff by Musica sacra, Die Zeitschrift für katholische Kirchenmusik.
Herausgegeben vom Allgemeinen Cäcilien-Verband für Deutschland - Webmaster: Oswald Freudenreich
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